Radwandern ohne Gepäck auf dem Neckartal-Radweg
 
 
 
 
 

1.Radwandertag
 

Von Villingen-Schwenningen nach Sulz-Glatt (56 km)

Ausgangspunkt des 375 km langen Neckartal-Radweges ist für die Radwanderpauschale das Hotel Neckarquelle in der Nähe des Bahnhofs Schwenningen, in dem sich die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Neckartal- Radweg befindet. Von hier erreicht man nach 500 m die Neckarquelle im Stadtpark Möglingshöhe. Der Quellstein wird gespeist aus dem Hochmoor im Natur schutzgebiet Schwenninger Moos, dem Ursprungsgebiet des Neckars. Unbedingt besuchen sollte man das Uhrenmuseum im Stadtbezirk Schwenningen.

Das grüne Fahrrad mit der roten Speichenscheibe ist das Symbol für den Neckartal-Radweg. Es führt uns vorbei am Internationa- len Luftfahrtmuseum am Flugplatz Schwenningen, am Freilichtmuseum Mühlhausen (Abstecher 2 km) und auch am Staatsbahnhof Trossingen. Von hier fährt die älteste elektrisch betriebene Lokomotive der Welt aus dem Jahr 1888 in die Musikstadt Trossingen.

In Deißlingen wird der Neckar überquert in Richtung Lauffen. Über Rottenmünster erreicht man Rottweil, die älteste Stadt Baden-Württembergs.

Besonders sehenswert ist hier das Dominikanermuseum mit dem Orpheus-Mosaik der Römerstadt Area Flaviae, das Stadtmuseum mit der großen Fasnetabteilung und die Kunstsammlung Lorenz-kapelle.

Man verläßt Rottweil in Richtung Hegneberg. Von dort geht es hinab vorbei am Bergle und an den Ruinen Neckarburg und Hohenstein nach Talhausen. Der mäandrierende Neckar windet sich im tief eingeschnittenen Tal nach Epfendorf und nach Oberndorf, wo sich bereits 1811 die Königlich Württembergische Waffenfabrik ansiedelte. Sehenswert ist das Waffenmuseum und das barocke Augustinerkloster.

Entlang von schattenspendenden Wäldern rechts des Neckars rollt man auf gut befahrbaren Wegen von Aistaig nach Sulz. Eine Kletterpartie auf die Burgruine Albeck und eine Bootsfahrt auf dem Nek- kar sind zu empfehlen. Rechts des Neckars geht es in Richtung Fischingen. Bei einer malerischen Holzbrücke, vor der Einmündung der Glatt, führt ein ausgeschilderter Radweg in den über 2 km vom Neckar entfernt gelegenen Erholungsort Glatt, der durch sein Wasserschloß seinen besonderen Reiz erhält. Daneben liegt unser Ziel, das Hotel Kaiser. Wir empfehlen einen Besuch des Freibades oder des Hotel-Hallen-bades.
 

2. Radwandertag

Von Sulz-Glatt nach Rottenburg (45 km)
Vom Hotel Kaiser geht's Glatt abwärts bis kurz vor Neckarhausen, danach links des Neckars bis Dettingen, wo man den Neckar überquert, um Horb zu erreichen. Auf einem Bergsporn liegt die mittelalterlich geprägte Altstadt. Der Neckartal-Radweg führt nun – immer auf der rechten Neckartalseite bis Eyach und unterhalb des Schlosses Weitenburg – durch einen Golfplatz und das hübsche Dorf Sulzau nach Rottenburg. Die Römer- und Bischofstadt bietet eine Fülle von Sehenswürdigkeiten: den Bischofsdom am Markt- platz mit gotischem Marktbrunnen, das Sülchgaumuseum, das römische Bad und in der Nachbar- schaft die Wallfahrtskirche Weg- gental und die vielbesungene Wurmlinger Kapelle. Als Hotel haben wir den "Württemberger Hof" am Südrand der Stadt für Sie ausgesucht.
 
 

3. Radwandertag

Von Rottenburg nach Nürtingen (48 km)
Vom Hotel "Württemberger Hof" fährt man entlang dem Spitzberg mit der vorgelagerten Wurmlinger Kapelle vorbei an Weinbergen und an einem Campingplatz nach Tübingen, das 1477 die erste württembergische Universität erhielt. Die reizvolle Neckarpartie mit Blick auf das Schloß Hohentübingen (11. Jahrhundert), auf die Stiftskirche (1470), auf den Hölderlinturm (1807) und auf das evangelische Stift (1542) ist am schönsten zu genießen bei einer Boots- oder Stocherkahnfahrt.

Sehenswert sind auch der Marktplatz mit dem bemalten Rathaus (1435), der alte Botanische Garten und die Sammlung der Saurier im Institut für Geologie und Paläontologie. Flußabwärts führt der Radweg nach Lustnau, wo man den Neckar überquert. In Kirchentellinsfurt geht es stark bergan, jedoch können Sie sich dann bei der nachfolgenden Abfahrt nach Altenberg erholen! Vorbei am Baggersee bei Oferdingen erreicht man Mittelstadt. Über Neckartenzlingen mit seiner spät- gotischen St. Martinskirche (um 1275) und Neckartailfingen mit der gleichnamigen St. Martinskirche aus romanischer Zeit (um 1190) kommt man nach Nürtingen. Die Stadtkirche, (um 1500) die Kreuzkirche und der Blockturm mit Resten der Stadtbefestigung sind einen Besuch wert. Das fahrrad-freundliche Hotel Vetter liegt südlich des Bahnhofs in einem ruhigen Wohngebiet.
 
4. Radwandertag

Von Nürtingen nach Benningen a.N. (64 km)
In Nürtingen überqueren wir den Neckar und fahren nach Zizishausen. Über Oberboihingen erreichen wir die Stadt Wendlingen und deren Heimatmuseum mit der Egerland-Stube.

Vorbei an Köngen mit dem Römerkastell, das an den Grenzwall Limes erinnert, führt der Weg entlang dem bewaldeten Plochinger Kopf nach Deizisau und in die alte Reichsstadt Esslingen. Besonders sehenswert ist die Stadtkirche St. Dionys (1220) und die älteste erhaltene Bettelordenskirche Deutschlands: das Münster St. Paul am Marktplatz. Die Esslinger Burg mit dem "Dicken Turm" gehört wie der Pliensauturm sowie das Schelztor und das Wolftor zur historischen Stadtbefestigung, Links und rechts des Stuttgarter Neckarhafens bei Obertürkheim liegen die Weinberge von Uhlbach und Hedelfingen. In Uhlbach kann an Sonn-, Feier- und Samstagen von April bis Oktober das Wein- baumuseum besichtigt werden. Untertürkheim lockt mit dem außer montags und feiertags geöffneten weltberühmten Daimler-Benz-Museum. Oberhalb des Neckartal-Radweges, auf dem Roten Berg, thront die Grabkapelle der Württembergischen Könige. Kurze Zeit später erreichen Sie Bad Cannstatt, das nicht nur durch sportliche Ereignisse im Gottlieb-Daimler-Stadion oder in der Schleyer-Halle bekannt ist, sondern auch durch das Cannstatter Volksfest und das Mineralbad Leuze. Die Weinberge und urigen Besenwirtschaften, in denen auch köstlicher, einheimischer Sekt kredenzt wird, laden zum Bleiben ein. Unter schattigen Bäumen führt der Weg rechts des Neckars zum Max-Eyth-See und weiter nach Aldingen, wo der Fluß in 200 m Höhe, genau 500 m unterhalb des Neckarursprungs, überquert wird. Vorbei am Ludwigsburger Vorort Hoheneck mit seinem idyllisch gelegenen Soleheilbad, schlängelt sich der Weg nach Benningen zum Hotel "Mühle". Von hier aus empfiehlt sich ein kurzer Abstecher über den Neckar nach Marbach in das Schiller- Nationalmuseum, zum Geburtshaus Schillers oder zur spätgotischen Alexanderkirche.
Das Rathaus in Benningen mit seinem Römermuseum und das Freilichtmuseum mit der original erhaltenen Römerstraße sind einen Besuch wert,
 

5. Radwandertag

Von Benningen nach Bad Friedrichshall (56 km)
Vom Hotel "Mühle" aus geht es über die alte Neckarbrücke und am rechten Flußufer entlang, vorbei an Weinbergen, in Richtung Beihingen.

Vor Beihingen kommt man über eine Brücke und fährt dann weiter nach Großingersheim. Durch einen wunderschönen Wald führt der Radweg nach Besigheim. Gegenüber liegen am südexponierten Prallhang des Neckars die Weinhänge der Lagen Wurmberg und Felsengarten. In Besigheim sollte man die Stadtkirche mit dem Hochaltar und die Stadtmauer mit dem Schochenturm besichtigen. Über Gemmrigheim und Kirch- heim am Neckar gelangt man in den bekannten Weinort Lauffen. Außer der Winzergenossenschaft sollte man hier auch die Pfalzgrafenburg und die Regiswindiskirche besuchen. Durch Rebenfelder geht es dann weiter nach Klingenberg und in die Stadt Heilbronn. Hier reizen das Rathaus mit der astronomi- schen Kunstuhr, die Kilianskirche und das Käthchenhaus zu einem Besuch. Sie sollten den Hafenmarktturm – den Rest des 1314 geweihten Franziskanerklosters – besteigen.

Von oben hat man Aussicht auf die Burgruine Weibertreu bei Weinsberg, den Wartberg und den Stiftsberg. Als nächsten Ort erreicht man Neckarsulm, welcher wie Heilbronn an der Schwäbischen Weinstraße sowie an der Burgenstraße liegt. Erfrischungssuchenden Radfahrern empfehlen wir das Erlebnisbad AQUAtoll! Wer sich dafür interessiert, wie sich die Fahrräder und Motorräder im Lauf der Zeit entwickelt haben, wird im "Deutschen Zweiradmuseum" in Neckarsulm Antworten auf seine Fragen finden. Die letzte Etappe der Tagesstrecke führt vorbei am Kochendorfer Salzbergwerk "Schacht König Wilhelm II". Sie gelangen in den Bad Friedrichshaller Stadtteil Jagstfeld, wo das Hotel Sonne die Radler aufnimmt. Bad Friedrichshall besitzt ein beheiztes Solefreischwimmbad mit Wellenbad. Besonders empfehlenswert ist eine Schachteinfahrt in das 180 m tiefe Steinsalzbergwerk mit seinem 25 m hohen Kuppelsaal.

6. Radwandertag

Von Bad Friedrichshall nach Eberbach (49 km)
Schon drei Kilometer nach Abfahrt vom Hotel Sonne erreicht man das Sole-Heilbad Bad Wimpfen, die alte Kaiserpfalz. Berühmt ist die Stadtsilhouette über dem Neckar mit dem Blauen Turm, dem Roten Turm, der Kaiserpfalz und der Ritterstiftskirche. Die Überwindung des Höhenunterschiedes von 100 Metern zwischen Neckar und der ummauerten Stadt lohnt sich, Flußabwärts führt die Fahrt über Heinsheim und Neckarmühlbach zur Greifvogelstation Burg Guttenberg, die seit über 500 Jahren im Familienbesitz derer von Gemmingen ist. Gegenüber grüßt Schloß Horneck bei Gundelsheim. Bei Haßmersheim sollten Sie einen Abstecher mit der Fähre über Neckarzimmern zur Burg Hornberg, dem einstigen Besitz des Götz von Berlichingen machen, Er starb dort im Jahre 1562. Goethe entwickelte 1731 aus der Götzschen Biografie sein gleichnamiges Drama. Bei Neckarelz wechselt der Rad- weg auf die linke Flußseite. An Obrigheim vorbei, entlang den Neckarhalden erreicht man Guttenbach. Dort fährt man über die Brücke nach Neckargerach, von wo man die romantische Ruine Minneburg aus dem 13. Jahrhundert sehen kann. Entlang dem Neckar und der Bundesstraße erreichen wir Zwingenberg mit dem gut erhaltenen Schloß Zwingenberg aus dem 15. Jahrhundert, das noch heute von Prinz Ludwig von Baden bewohnt wird. Nach einer gemächlichen Fahrt über den Neckar mit dem Fährmann erreicht man den Radweg nach Rockenau. Dort überquert man den Fluß hinüber in die Stadt Eberbach und das Hotel Karpfen. Bei einem Bummel durch die alte Stauferstadt sollte man den Pulverturm mit der Uhrenstube, den Haspelturm mit dem Zinnfigurenkabinett, den Rosenturm und den Blauen Hut besuchen.

7. Radwandertag

Von Eberbach nach Heidelberg (35 km)
Vom Hotel Karpfen fahren wir über die Brücke oder benützen die Fähre zum Campingplatz. Über Pleutersbach erreicht man das reizvoll in einer Fluschleife gelegene Ersheim mit der ältesten Kirche im Neckartal, dem Ersheimer Kirchlein aus dem Jahr 773, Wir empfehlen einen Abstecher über die Brücke nach Hirschhorn, das von der um 1200 erbauten Burg und dem ehemaligen Karmeliterkloster beherrscht wird. Von Ersheim aus erreicht man den Neckarhäuserhof. Diejenigen, die die Vierburgenstadt Neckarsteinach besuchen wollen um evtl. von hier mit dem Schiff nach Heidelberg zu fahren, können nun die Schleuse überqueren. Das Fahrrad muß eine Wendeltreppe hochgestemmt werden. In Kleingemünd trifft man dann wieder auf den Radweg. Diejenigen, die nicht Neckarsteinach besuchen wollen, verbleiben links des Neckars auf dem Neckartal-Radweg, der nach Neckargemünd führt. Ein Umweg in das Wehrdorf Dilsberg lohnt sich immer. Von hier oder vom Neckaruferweg ist es ein kurzes Stück Weg nach Neckargemünd.
Hier an der Einmündung der Elsenz in den Neckar entstand unterhalb der Reichsburg Reichenstein die einstige Fischer- und Flußschiffersiedlung Neckargemünd. Wir überqueren den Neckar in Neckargemünd und kommen nach Ziegelhausen und zum 1930 gegründeten Benediktinerkloster Neuburg. Sehens- wert ist hier die berühmte Efeuzucht. Vorbei am Russenstein an der Ziegelhäuser Landstraße erreicht man Heidelberg, die älteste Universitätsstadt in Deutschland (seit 1368). 1693 wurde die Stadt durch die Franzosen völlig zerstört. Das Heidelberger Schloß, die Residenz der pfälzischen Kurfürsten (13.-17. Jh, seit 1693 Ruine),

mit dem Großen Faß und dem Apothekenmuseum, wird von Touristen aus aller Welt besucht. Sehenswert sind aber auch das Kurpfälzische Museum mit dem Zwölfboten-Altar von Tilman Riemenschneider und dem 500000 Jahre alten "Homo Heidelbergensis", das Völkerkunde-Museum und die Heiliggeistkirche (1400), Das studentische Leben des romantischen 19. Jahrhunderts wird im Studentenkarzer und in den historischen Studentenlokalen wieder lebendig. Der Fahrradweg zum Hauptbahnhof Heidelberg ist gut ausgeschildert. Übernachtung im Hotel Central Nähe Bahnhof.